26.10.2026
Wie ist es eigentlich, einen Öpfelchasper-Standort zu leiten?
Damit unsere Bio-Früchtekörbe Woche für Woche pünktlich und schön befüllt ankommen, braucht es hinter den Kulissen einiges an Organisation. In Zürich, Winterthur, Bern und Basel halten unsere vier Standortverantwortlichen die Fäden zusammen.
Wie ist es eigentlich, einen Öpfelchasper-Standort zu leiten?
Früh aufstehen und immer flexibel bleiben
Am Liefertag beginnt die Arbeit für die Standortverantwortlichen oder deren Stellvertretung bereits eine Stunde vor den Kurierenden. Die letzten Vorbereitungen stehen an, die angelieferten Früchte und das Gemüse werden kontrolliert. Fehlt etwas oder entspricht die Ware nicht unseren Qualitätsansprüchen, muss rasch eine Lösung gefunden werden.
Mati, unser Standortverantwortlicher in Bern, erinnert sich schmunzelnd an einen Liefertag, an dem der Lieferant einen ziemlich wichtigen Posten vergessen hatte:
«Einmal mussten wir spontan 120 Kilo Bananen in der Stadt besorgen, weil sie bei unserer Lieferung fehlten. Mit unseren Anhängern und vier Personen war das zum Glück kein Problem! Weniger erfreut waren wohl die Leute in Bern, die danach in den Geschäften kaum noch Bio-Bananen zur Auswahl hatten, weil wir praktisch alles leer gekauft hatten.»
Ist die Lieferung vollständig, gilt es, das Packen der Körbe zu koordinieren, Fragen aus dem Team zu klären und später natürlich selbst aufs Velo zu steigen und eine Tour auszufahren. Jori, unser Standortverantwortlicher in Zürich, freut sich jeweils besonders über
«die vielen motivierten Gesichter am Morgen um halb sechs, die sich bereits freuen, durch die Strassen zu flitzen»
Zwischendurch braucht es manchmal auch für ganz unerwartete Probleme eine Lösung. Silas, unser Standortverantwortlicher in Basel, vergisst den Morgen nicht mehr, an dem der Warenlift ausfiel:
«Es war sechs Uhr morgens, draussen minus zwei Grad, leichter Regen und noch stockdunkel. Die gesamte Ware musste in den zweiten Stock, wo wir unsere Früchtekörbe vorbereiten. Anschliessend musste alles wieder runter. Was mich besonders beeindruckt hat, war die Reaktion meines Teams. Ohne zu zögern packten alle mit an. Natürlich gab es nach der Schicht ein etwas üppigeres Mittagessen. Das hatten sich alle mehr als verdient!»
Zwischen den Liefertagen
An den Tagen, an denen es im Packraum ruhig ist, ist die Arbeit am Bürotisch gefragt: Routen für den nächsten Liefertag planen, Material nachbestellen, Kundenfeedbacks einholen, Marketingideen entwickeln und umsetzen, etc.
Eine besondere Herausforderung ist die Einsatzplanung
Bei all den Austauschsemestern, Reiseplänen, Veloferien und Semesterferien den Überblick zu behalten, damit immer genügend Chaspers verfügbar sind, ist nicht immer einfach. Unsere Velokurierenden arbeiten Teilzeit und haben neben dem Öpfelchasper noch andere Jobs, ein Studium oder eigene Projekte.
Die unterschiedlichen Verfügbarkeiten und Wünsche müssen schliesslich mit dem Lieferbetrieb zusammenpassen. Und wenn dann trotz sorgfältiger Planung jemand kurzfristig ausfällt, braucht es manchmal auch am Sonntagabend noch eine schnelle und kreative Lösung.
Da sich gerade bei Studierenden Stundenpläne und Wohnorte häufiger ändern können, gehören auch die Rekrutierung und Einarbeitung neuer Teammitglieder regelmässig zum Job.
Christina ist seit über sechs Jahren für unseren Standort in Winterthur verantwortlich und hat in dieser Zeit schon viele Gesichter beim Öpfelchasper kommen und gehen sehen. Manche bleiben über Jahre, manche nur ein paar Monate, aber diese wechselnden Begegnungen und die Vielfalt im Team schätzt sie sehr:
«Bei uns arbeiten Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen und auch altersmässig ist das Team bunt durchmischt. So viele tolle Menschen kennenzulernen und mit ihnen zusammenzuarbeiten, macht den Job für mich besonders spannend.»
Nur mit einem eingespielten und motivierten Team lassen sich Woche für Woche gluschtige Früchtekörbe in der Stadt verteilen. Die vielleicht wichtigste Aufgabe der Standortverantwortlichen ist es daher auch, für eine gute Stimmung im Team zu sorgen: mit gemeinsamen Aktivitäten und einem offenen Ohr für die Anliegen der Kurierenden. Jori bringt es auf den Punkt:
«Am besten läufts, wenn’s allen gut geht, sie sich gesehen fühlen und ein guter Teamzusammenhalt besteht. Dann macht es auch am meisten Spass! 😊»