8.4.2026
Der Banane auf der Spur
Jetzt im Frühling sind Schweizer Früchte noch immer Mangelware. Wir freuen uns zwar schon auf die ersten frisch geernteten Öpfel im Sommer – heute berichten wir aber von der Frucht im Korb, die das ganze Jahr über „Saison“ hat: die Banane. Sie steht – nach dem Öpfel – an zweiter Stelle, was den Konsum in der Schweiz angeht: pro Person werden jährlich rund 11 kg Bananen verspiesen.
Der Banane auf der Spur
Bananen-Facts
Über Geschmack und Verwendung müssen wir kaum etwas erklären. Zum Einstieg daher ein paar weniger bekannte Facts zur Banane:
- sind botanisch gesehen Beeren
- wachsen an riesigen Stauden (keine Bäume!)
- wachsen in „Händen“ (Büscheln) und „Fingern“ (einzelne Bananen)
- „Banan“ stammt aus dem Arabischen und bedeutet „Finger“
- sind leicht radioaktiv (aufgrund ihres hohen Kaliumgehalts – völlig harmlos)
Bananen-Sorten
99% der weltweit angebauten Bananen sind Dessertbananen der Sorte Cavendish. Diese lässt sich sehr dicht anpflanzen und industriell gut verwenden – und punktet geschmacklich mit gleichbleibender Qualität.
👉 Warum die Sorte vom Aussterben bedroht ist? Alle Cavendish-Bananenpflanzen sind Klone einer einzigen Pflanze aus dem Jahr 1830!
Anbau
Die Cavendish-Banane wird sowohl konventionell als auch im Bio- und Demeter-Landbau genutzt. Unsere Bananen stammen aus Kolumbien, Ecuador oder der Dominikanischen Republik.
👉 Neben dem pestizidfreien Anbau wird bei unseren Produzenten z.B. auch auf einen plastikfreien Anbau geachtet.
Die Reise der Banane
Nach der Ernte wird unsere Bio-Banane in einer der bekannten Bananenschachteln verpackt, verschifft und bei konstanten 14 Grad übers Meer geschaukelt. Sie kommt grasgrün in der Schweiz an.
Ihre Textur erinnert dann noch eher an Kartoffeln, der Geschmack ist herb, leicht pelzig – nicht süss. Erst durch den gesteuerten Reifeprozess wird die Stärke in Zucker umgewandelt. Die Banane wird gelb, aromatisch süss und damit essreif.
Die Reifung
Die Reifung geschieht bei unserem Partner, der Bananenreiferei Bafru in Zürich. Naim, unser Bananenreifer, sorgt dort mit der richtigen Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie viel Erfahrung, Fingerspitzengefühl und einer grossen Portion Herzblut dafür, dass die Früchte langsam gelb werden.
Bei Bio- und Demeter-Bananen verzichtet er – im Gegensatz zu konventionellen Bananen – grösstenteils auf den Einsatz von Reifegas (Ethylen).
👉 In der ganzen Schweiz gibt es übrigens nur rund neun solcher Bananenreifereien – und entsprechend wenige Menschen, die dieses Handwerk beherrschen.
Bananen beim Öpfelchasper
In unseren Bio-Früchtekörben fürs Büro sind Bananen – genau wie Öpfel – das ganze Jahr über dabei. Jährlich lassen wir bei Bafru rund XX Tonnen Bananen reifen, die dann in unseren Körben landen.